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Am Sonntag den 16. August 2015 wurden die Kameradinnen und Kameraden der Ortsfeuerwehren der Welterbestadt zu einer nicht alltäglichen Großschadenslage gerufen. Es war 20:09 Uhr als die digitalen Meldeempfänger nach einem massiven Starkregen aufgrund eines kleinräumigen Tiefdruckgebietes mit Unwetterpotential im Bereich der Kernstadt zum überfluteten Rambergweg riefen.

Im Feuerwehrhaus entschieden sich der Stadtwehrleiter und sein Vize zur Bearbeitung der – in dieser Größenordnung noch gar nicht abzusehenden Vielzahl an – Einsätze im Rahmen des Unwettermoduls. Hier werden die Einsätze durch die ILS Harz nur noch per E – Mail bzw. Fax an die jeweiligen Kommunen durchgestellt. Diese arbeiten die Schadenslagen nach eigenem Ermessen an definierten Vorrangstufen ab. Hierbei wird der Funkverkehr auf eine „kommunale“  TMO – Gruppe geschaltet sodass nur noch die jeweilige Stadt/Gemeinde ihre Lagen bewältigt. Der Stadtwehrleiter fuhr parallel mit dem Einsatzleitwagen aus und erkundete die Lage in der Stadt. Zweiter Einsatz war in der MarktstraĂźe – die erste Lageerkundung fĂĽr den Stadtwehrleiter. Nach dem aussteigen aus dem Fahrzeug lief sofort das auf der StraĂźe stehende Wasser in die kniehohen Stiefel.

Nun ging es in der Zentrale im Feuerwehrhaus Schlag auf Schlag. In der ersten viertel Stunde nach Alarm standen bereits 33 Einsatzstellen auf dem Zettel. „Wir entschieden uns an dieser Stelle neben den sechs Fahrzeugen der Ortsfeuerwehr Quedlinburg auch die Kameraden aus Gernrode zum Einsatz zu bringen“ so Stadtwehrleiter Mike Possekel. Eine Stunde nach Beginn waren es bereits 85 Einsatzstellen. Unter anderem war eine Mauer an einem Hang auf einem Privatgrundstück abgerutscht. Hier kam sofort ein THW – Fachberater zum Einsatz. Da hier keine weitere Schadensausbreitung anzunehmen war wurde der Einsatz des THW an den anderen Einsatzstellen geprüft und bestätigt. Hier kamen nochmal 14 Helferinnen und Helfer mit drei Fahrzeugen zum Einsatz. Mehrheitlich wurden vollgelaufenen Keller abgepumpt bzw. auf überfluteten Straßen die Kanaleinläufe gezogen.

Bilanz des Abends waren dann 102 gemeldete Schadensstellen wobei 18 vor eingreifen der Feuerwehr bereits durch die Meldenden storniert wurden. Insbesondere im Bereich Markt/Marktstr./Schmale Str./Neuendorf/Marschlinger Hof/Breite StraĂźe sowie Rambergweg/Heinrichstr./Albert – Schweitzer – Str.  kam es zu einer Häufung an Meldungen. Der MĂĽhlengraben drohte kurzzeitig ĂĽber die Ufer zutreten. Hier war der Bauhof aktiv im Einsatz um die Schutzgitter von Treibgut zu befreien. Neben den Kräften von Bauhof und THW Ortsverband Quedlinburg waren 46 Kameradinnen und Kameraden mit 9 Einsatzfahrzeugen der Ortsfeuerwehren Gernrode und Quedlinburg im Einsatz.

Der Oberbürgermeister, der Fachbereichsleiter „Recht und Ordnung“ sowie der Sachgebietsleiter „Gefahrenabwehr“ waren im Feuerwehrhaus anwesend um sich persönlich ein Bild vom Ausmaß zumachen. Sieben Stunden nach Einsatzbeginn wurde in den Feuerwehrhäusern die Einsatzbereitschaft hergestellt und die Kameradinnen und Kameraden konnte nach Hause entlassen werden.

Aus hydrologischer Sicht ist anzumerken das die Wasserführung der Gewässer unterhalb des vieljährigen mittleren Abflusses lag. Vom DWD wurde nach der Nacht bekanntgegeben das in Quedlinburg 51 l/m² an Niederschlag gefallen sei. Eine private Messstation gab sogar 80 l/m² aus. Am Messpegel Ditfurt der Bode konnte vor dem Ereignis ein Wasserstand von 30 – 45 cm bzw. 2,5 m³/Sek. Durchfluss gemessen werden. In der Folge des Ereignisses war der Wasserstand auf 85 cm bzw. der Durchfluss auf 13 m³/Sek gestiegen. Die Hochwassermeldegrenze liegt an diesem Pegel bei 160 cm.

In den letzten 6 Wochen wurden die Ortsfeuerwehren der Welterbestadt Quedlinburg zu insgesamt 5 Wetterfolgen gerufen. Am 05.07.2015 waren es zwei kurzaufeinanderfolgende Sommergewitter die zu 22 Einsätzen riefen. Am 07.07.2015 waren es dann 28 Einsätze nach fünf Minuten Sturm. Ein kurzer starker Wind führte am 25.07.2015 zu 5 Einsätzen. Ein heftiger Regenguss brachte am 14.08.2015 12 Einsätze in den Ortsteilen Stadt Gernrode und Bad Suderode. Und als hoffentlich vorerst letzten der 16.08.2015.

Leider waren nicht alle Bürgerinnen und Bürger so verständlich auf die Feuerwehr. Warum man solange warten müsse war da noch eine harmlose Frage.

An dieser Stelle seien alle BĂĽrgerinnen und BĂĽrger aufgerufen sich aktiv im ehrenamtlichen Feuerwehrdienst einzubringen. Die Feuerwehr freut sich immer ĂĽber UnterstĂĽtzung !

   

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