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Operativ – taktisches – Studium Innenstadt

Details

„Auf den Spuren des Nachtwächters… “

 

„Operativ – taktisches – Studium Innenstadt“ stand am 22.03.2013 bei den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Quedlinburg auf dem Dienstplan. Was sich dahinter verborgen hat wurde den Kameraden erst 3 Wochen vorher verraten und eine Einladung an Ihre Partner und Partnerinnen ausgesprochen. Geplant war ein gefĂĽhrter Rundgang mit den Quedlinburger Nachtwächtern. Nun war es also soweit und um 19:30 Uhr war Treffpunkt auf dem Markt vor dem Rathaus. Wir wurden von Herrn Schmidt und Herrn Eiding, in Ihrer Tätigkeit als Nachtwächter, empfangen und es konnte auch gleich mit einem Klang aus dem Horn losgehen. Gestartet wurde an der Rolandstatue.

In der Straße Hoken kamen wir zu Ihrer Bedeutung. Hoken kommt vom Verhökern und das wiederum taten die armen Bauernleute welche nicht direkt auf dem Markt Ihre Waren an den Mann oder die Frau bringen konnten und durften. Auch Till Eulenspiegel soll hier einst versucht haben einer Bauersfrau drei Hühner und einen Hahn zu entbehren.

Auf dem Marktkirchhof vor der Kirche St. Benedikt erfuhren wir, dass der TĂĽrmer arbeitsvertraglich bis ins 15. Jahrhundert hinein nur eine Stunde in der Woche seinen Turm verlassen durfte. Das war sonntags von elf bis zwölf und wie soll man es anders erwarten, dort war Gottesdienst.  GegenĂĽber der Kirche konnte man noch die  Fachwerkhäuser mit Ihren Verzierungen bewundern welche einst Stadteigentum  waren. Dies waren die Wohnungen vom BĂĽttel oder auch Gendarm genannt, von der Hebamme die einst Bedienstete der Stadt war und vom Pfeifer, einem Nachfolger des TĂĽrmers. Auch war zu erfahren das jeder männliche BĂĽrger der das Signal zu Feuer oder Not hörte am Dienste verpflichtet war. Zweimal im Jahr war LöschĂĽbung. Je nach AusmaĂź wurden hinterher als Lohn ein bis drei Becher gut gebrautes zugewiesen.

Am Schreckensturm in der GoldstraĂźe war das Heim vom Scharfrichter der seinen Lohn hinterher von den verbliebenen der Gerichteten eintreiben musste. Als zweite Einnahmequelle diente meist die Tätigkeit als Abdecker oder so manches Mal gar das reponieren von Frakturen und Luxationen. Dies wiederum fĂĽhrte zum Ă„rgernis der Ă„rzteschaft. Zwischenzeitlich soll es auch hier ein Ăśbereinkommen gegeben haben das die Scharfrichter die „äuĂźeren Krankheiten“ und die „echten Ă„rzte“ die inneren Krankheitsbilder behandeln. 

In der Kleinen Gasse war zu erfahren das in den 1920er Jahren eine Rechtschreibreform bevorstand und diese besagte das hinter jedem Eigennamen, also auch StraĂźennamen, ein Punkt stehen sollte. Die Stadt Quedlinburg war zu dieser Zeit im Begriff viele StraĂźenschilder neue anzufertigen und  lieĂź eben jene vermeintliche Neuerung mit auf den Schildern prägen. Die Reform kam so jedoch nie zum Tragen und somit hatte Quedlinburg bis in die heutige Zeit eben eine Besonderheit mehr. 

 In der SchulstraĂźe vor den Resten des Franziskanerklosters konnte man erfahren das dort einst 600 SchĂĽler unterrichtet wurden. Aufgrund fehlender Finanzmittel, ähnlich wie in der heutigen Zeit, wurde die Zulassung zur Universität versagt. Neben dem Braurecht fĂĽr das Franziskanerkloster hatten noch 220 Haushalte das Braurecht in Quedlinburg und 150 die Konzession zum Schnaps brennen.

Am Kornmarkt wo einst die Waage stand um das Korn zu wiegen welches veräußert werden sollte war auch ein Einschlag einer Kanonenkugel aus dem Jahre 1477 immer noch zusehen. Dort gab es einst einen Kampf zwischen den Bürgern der Stadt und dem Stift auf dem Schlossberg wo als Schussvorrichtung die „faule Gretel“ genutzt wurde. Diese konnte nur einmal täglich aufgrund von Überhitzung zum Einsatz gebracht werden. Der Durchgang zum Schuhhof, so wurde uns berichtet, hat seine Form und Gestalt in der Breite nach den Abmaßen eines Sarg.

Und Schwups waren wir schon wieder am Rathaus angelangt, die 1,5 Stunden vergingen wie im Flug und der Stellvertreter des Stadtwehrleiters bedankte sich mit einer Chronik der 135 – jährigen Geschichte der Feuerwehr Quedlinburg. Die zweite Gruppe hatte eine andere Route gewählt aber genauso viel Spaß Neues aus Ihrer Stadt zu entdecken.

Besonders bedanken möchten wir uns an dieser Stelle recht herzlich bei den beiden Nachtwächtern, sowie Ihrem Chef Herrn Thomas Bracht von der Quedlinburg Tourismus Marketing GmbH.

   

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