Fortbildung

Wenn Feuerwehrleute hoch hinaus wollen oder wahrscheinlich eher müssen, kann es schon manchmal recht gefährlich werden. Überall lauern Gefahren, wenn sich die Einsatzkräfte hoch über dem Erdboden bewegen. Doch was machen sie dort eigentlich? Bei der Feuerwehr kommt es zu ganz verschiedenen Situationen, bei denen Arbeiten im absturzgefährdeten Bereich absolviert werden müssen. Einen Brand von einem Dach aus bekämpfen, lose Dachziegel nach einem Sturm beseitigen oder vielleicht einfach die Katze von einem, für die Leitern unerreichbaren Baum retten, so könnte der Einsatzauftrag für die ausgebildeten Kameraden aussehen.

Auch die Freiwillige Feuerwehr Quedlinburg hat bereits im Jahr 2007 einige Kameraden für diese Aufgaben in luftiger Höhe ausgebildet. Sicheres und genaues Arbeiten ist jedoch nur möglich, wenn ihr Wissen und ihre Fähigkeiten ständig auf dem neuesten Stand sind. Damit dies immer gewährleistet werden kann, erfolgte am 06. März 2010 bei der Freiwilligen Feuerwehr Quedlinburg eine Fortbildung für die bereits ausgebildeten Kameraden. Organisiert wurde diese Fortbildung von dem Ausbildungsbeauftragten der Freiwilligen Feuerwehr Quedlinburg Sebastian Petrusch, der selbst an der Fortbildung teilnahm. Leider konnten nicht alle vorgesehenen Kameraden ihrer Weiterbildungspflicht nachkommen. Kreisausbilder Peter Wölke, selbst bei der Freiwilligen Feuerwehr Halberstadt ehrenamtlich tätig, sah darin jedoch nicht unbedingt einen Nachteil, denn die Arbeit wurde so intensiver. Den wenigen Kameraden, die ihren Samstag opferten obliegt nun die Verantwortung ihre Mitstreiter in den Wehren zu schulen.
Inhaltlich gliederte sich die Fortbildung in zwei Teile. Neben der eigentlichen Arbeit mit und an dem Seil stand am Morgen die Theorie im Vordergrund. Allen Feuerwehrleuten wurden noch einmal rechtliche Grundlagen, Begriffsdefinitionen, Einsatzbereiche und –grenzen in die Erinnerung zurück gerufen. Bevor nun Muskelkraft gefragt war, wurden erst mal die Akkus aufgeladen. Für die gute Versorgung gilt natürlich auch dem Neuen Team um „Küchenchef“ Karlheinz Rey besonderer Dank.

Nun war es allerdings soweit, die Leinen wurden ausgepackt und die Teilnehmer durften ihr Wissen um Knoten, Stiche, Bunde unter Beweis stellen. Auch hier ergaben sich in den letzten Jahren Neuerungen, die umgehend umgesetzt wurden. Zum Abschluss der Ausbildung hatten die Kameraden dann die Aufgabe eine vollständige Sicherung aufzubauen. Dabei mussten die Einsatzkräfte einmal in die Rolle des Retters und einmal in die Rolle des zu rettenden schlüpfen.
Die Teilnehmer waren sehr begeistert von diesem Dienst und haben dafür auch gerne zusätzliche Stunden geopfert. Wir hoffen auf ein Wiedersehen mit Kreisausbilder Peter Wölke, allerdings bei sommerlicheren Temperaturen. Auch Ihm gilt natürlich unser besonderer Dank.