Land Unter nach Unwetter

Noch am Sonntagmorgen (11.07.2010) hofften die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Quedlinburg, nachdem sie bis dahin am Wochenende schon 5 Einsätze zu verzeichnen hatten, dass der Tag nun ruhig ausklingen würde. Diese Hoffnung blieb ihnen jedoch nur bis zum Nachmittag erhalten, als heftige Regengüsse die Region erreichten. In der Folge galt es zunächst neun Einsätze abzuarbeiten. Gut zwei Stunden waren die ehrenamtlichen Helfer zwischen 16:30 und 18:30 Uhr damit beschäftigt. Bei den 5 überfluteten Kellern, 3 überspülten Straßen und einem umgestürzten Baum, war das Eingreifen der Feuerwehr glücklicherweise nicht immer nötig.
Wieder hatten die Kameraden Hoffnung geschöpft am Sonntagabend ein wenig Kraft für die Woche tanken zu können, doch wieder schlugen ihre Digitalen Meldeempfänger Alarm. Diesmal war es jedoch kein Unwetter, was ihr Eingreifen erforderte, sondern erneut ein verunglückter PKW auf der B6. Der Fahrer eines PKW der sich in Fahrtrichtung Wernigerode zwischen Quedlinburg und Westerhausen mehrfach überschlug, wurde bei diesem Unfall verletzt und musste ins Klinikum Quedlinburg eingeliefert werden. Noch während die Einsatzkräfte im Zuge der Einsatzhandlungen die Batterie des Fahrzeuges abklemmten, schlug in einem nahegelegenen Hochspannungsmast ein Blitz ein. Da dies eine unkalkulierbare Gefahr für Leib und Leben der Einsatzkräfte darstellte, wurde die Einsatzstelle umgehend verlassen. Während sich die Fahrzeuge vom Unfallort entfernten, passierten sie die Grenzen des Unwetters und während an der Einsatzstelle sinnflutartige Regenfälle niedergingen, war davon in Richtung Westerhausen weit und breit nichts zu sehen.
In Quedlinburg wütete das Unwetter diesmal jedoch wesentlich stärker als noch am Nachmittag. In Zahlen ausgedrückt wird die Bilanz des Unwetters noch einmal deutlicher:
-         15 umgestürzte Bäume
-         4 überflutete Keller
-         1 beschädigtes Dach
-         1 von Schlamm überschwemmte Straße.
Diese Einsätze wurden von 31 Kameraden, die rund um die Uhr ihre Freizeit für die Sicherheit der Bürger Quedlinburgs opfern, mit 8 Fahrzeugen abgearbeitet.
Auch der häufige Regen konnte jedoch nicht verhindern, dass die Kameraden in der Nacht einmal Mehr zu einem Mülltonnenbrand ausrücken musste. Um 03:44 brannte es in der Straße „Am Schiffbleek“. Da das letzte Fahrzeug von den Unwettereinsätzen gegen 00:40 Uhr eingerückt war, war die Nacht für die Kameraden wieder einmal äußerst kurz.
Wie hart die Tage für alle eingesetzten Kräfte auch gewesen sind, eines ist sicher: Wir tun auch weiterhin alles für die Sicherheit der Bürger Quedlinburgs. 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr!