Das Radio für die Feuerwehr

Die Feuerwehr-Toplist
Feuerwehr-Toplist
Votet für uns - einmal am Tag
Anmelden

Pressemitteilungen

 
2010-06-21(014).jpgQuedlinburg/MZ vom 24.06.2010. Etwas Glück gehöre mit dazu, Kommissar Zufall auch, doch im Fall des Brandes am Montagabend in der Quedlinburger Altstadt hat "intensive Ermittlungsarbeit durch den Kriminaldauerdienst dazu geführt, dass der Tatverdächtige relativ zeitnah dingfest gemacht werden konnte". Und, so unterstrich Guido Sünnemann, Leiter der Kriminalpolizei im Harzkreis weiter, "wir freuen uns wirklich, dass wir so gute Zeugen hatten."

Weiterlesen...

 
 
Quedlinburg/dpa vom 23.06.2010. Die Brandstiftung in der zum Unesco-Welterbe gehörenden Altstadt von Quedlinburg, bei der zwei Fachwerkhäuser zerstört wurden, ist aufgeklärt. Ein 42 Jahre alter Mann aus Quedlinburg hat die Tat gestanden, wie ein Sprecher der Polizei in Halberstadt am Mittwoch mitteilte. Zeugenaussagen hätten zu dem Täter geführt, der bislang keine Angaben zu seinem Motiv machen wollte. Er wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht, weil er vom kommenden Montag an ohnehin eine zweieinhalbjährige Haftstrafe wegen versuchten Totschlags antreten muss. Der Tatverdächtige, der in der Nähe des Brandortes wohnte, hat den Angaben zufolge am Montag einen Sperrmüllhaufen vor des Fachwerkhäusern angezündet. Von dem Haufen hatte das Feuer auf die beiden Fachwerkhäuser übergegriffen. Ein weiteres Gebäude wurde beschädigt und ist ebenfalls nicht mehr bewohnbar. Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Der Sachschaden beträgt mindestens 300 000 Euro.
 
 
Quedlinburg/ddp vom 23.06.2010. Nach dem Brand von zwei Fachwerkhäusern in der Weltkulturerbestadt Quedlinburg am Harz hat die Polizei einen Tatverdächtigen ermittelt. Details wollte die Kriminalpolizei am Mittwochnachmittag (16.00 Uhr) in Quedlinburg mitteilen, wie ein Polizeisprecher sagte. Bei dem Feuer waren am Montagabend die zwei Gebäude völlig zerstört worden. Verletzt wurde niemand. Die Feuerwehr war wegen des Brandes eines Sperrmüllhaufens vor den Häusern alarmiert worden. Die Flammen griffen auf die Gebäude über. Insgesamt 14 Bewohner konnten noch rechtzeitig ihre Häuser verlassen. Der Schaden wird auf mehrere Hunderttausend Euro geschätzt. Die Stadt Quedlinburg mit ihren 1200 Fachwerkhäusern aus sechs Jahrhunderten steht seit 1994 auf der UNESCO-Welterbeliste.
 
 
Quedlinburg/MZ vom 23.06.2010. Bei einem Feuer in der zum Unesco-Welterbe gehörenden Altstadt von Quedlinburg (Landkreis Harz) sind zwei Fachwerkhäuser zerstört worden. Ein weiteres Gebäude wurde von den Flammen am Montagabend schwer beschädigt und ist ebenfalls nicht mehr bewohnbar. Die Polizei geht nach ersten Ermittlungen von Brandstiftung aus. Danach war Sperrmüll am Straßenrand in Brand geraten. Die Flammen griffen auf die Fachwerkhäuser über. Verletzt wurde niemand, 14 Bewohner konnten sich in letzter Minute in Sicherheit bringen. Feuerwehrleute aus fünf Orten waren stundenlang im Einsatz, um den Brand zu bekämpfen und ein Übergreifen der Flammen auf die Nachbarhäuser zu verhindern. Quedlinburgs Bürgermeister Eberhard Brecht (SPD) zeigte sich gestern erleichtert, dass bei dem Feuer keine Menschen verletzt worden sind. Er bedauerte, dass wahrscheinlich nicht alle vom Brand betroffenen Häuser zu retten sind. Zu den Brandschäden kommen noch Wasserschäden an Häusern in der Nachbarschaft. Der Sachschaden wird insgesamt auf mehrere hunderttausend Euro geschätzt.
 
Hilfe zugesagt
Bürgermeister Brecht sagte den betroffenen Mietern und Hauseigentümern schnelle Hilfe der Stadt zu. Mitarbeiter des städtischen Bauamtes und Gutachter von Versicherungsunternehmen nahmen gestern die Schäden auf. Um sicher zu gehen, sind außerdem die Gasleitungen zu den von dem Feuer betroffenen Häusern getrennt worden. Die Polizei begann am Nachmittag mit der Spurensicherung. Dabei setzte sie unter anderem Spürhunde ein. Die Stadt blickt jetzt auf individuelle Schicksale, aber auch auf verkohlte Ruinen mitten im Welterbe-Bezirk. Von den drei Häusern an der Straße Augustinern stehen zwei auf der Denkmalliste des Landes. Es waren keine herausragenden Kulturzeugnisse, wohl aber für ihre Zeit ungewöhnliche. Beide um 1780 erbaut, wird das Haus Nr. 5 als "Beispiel eines frühklassizistischen Fachwerkbaus" hervorgehoben und "straßenbildprägend" genannt. Im Stadtrundgang, den man derzeit mit dem Audioguide der Internationalen Bauausstellung machen kann, wird auf den - ehedem - prominenten Giebel dieses Hauses hingewiesen. Doch der wirklich einschneidende Schaden gilt dem Ensemble. Der Straßenzug war komplett in seinem Zusammenhang, er stand für ein Quedlinburg der "kleinen Leute", der Handwerker und Tagelöhner.
 
Empfindliche Lücke
Der Blick entlang der Straße gehört zu den eindringlichsten Eindrücken, die Quedlinburg zu bieten hat, weil dort Geschichte als Alltagsleben zu spüren ist. Die verlorenen Häuser reißen eine empfindliche Lücke, und Quedlinburg weiß aus der Erfahrung etlicher Architekturwettbewerbe, wie schwer es ist, solche Lücken zu schließen.
 
Reportage
QUEDLINBURG/MZ vom 23.06.2010. Eine Brandkatastrophe hält am späten Montagabend Quedlinburg in Atem. Während an mehreren Stellen in der Stadt ein Musikfest gefeiert wird, gehen im Augustinern drei Häuser, davon eins bewohnt, in Flammen auf. Als Brandursache wird von unbekannten Tätern angezündeter Sperrmüll ausgemacht. Die 14 Bewohner der Häuser können sich noch vor Eintreffen der Feuerwehr auf die Straße retten, dann schlagen die Flammen hoch. Es ist kurz nach 21 Uhr, als die Quedlinburger Feuerwehr im Augustinern eintrifft. Doch die Flammen klettern immer höher. Weitere Wehren aus den Nachbarorten, selbst aus Blankenburg, werden alarmiert und treffen am Unglücksort ein. Schließlich sind es 75 Feuerwehrleute aus Quedlinburg, Blankenburg, Thale, Gernrode und Ditfurt, die ihre Technik, ihre Kraft und ihr Wissen einsetzen. Einsatzleiter Andreas Tiebe zum Beispiel ist die ganze Nacht vor Ort, erst am nächsten Tag nach einem Kaffee im Depot begibt er sich zur wohlverdienten Ruhe. Der Kampf gegen die Flammen wird ein Wettlauf gegen die Zeit, denn das Feuer droht auf die nebenstehenden Gebäude überzugreifen. Auch nach einer Stunde schlagen aus dem Dachstuhl eines der drei Häuser immer wieder Flammen hoch. Die Kameraden der Feuerwehren stehen mit Hubsteigern fast in Höhe der Flammen. Es ist kein leichtes Rankommen. Im Innenhof werden Leitern aufgestellt, um auch von dort den Brand zu bekämpfen. Immer wieder werden die Druckrohre auf die Flammen gerichtet. Der Wasserstrahl scheint zunächst kaum einen Erfolg zubringen. Die Flammen lodern weiter. Erst gut eine Stunde später ist aus sicherer Entfernung kein Feuer mehr auszumachen. Doch noch kann Stadtwehrleiter Karl-Heinz Mausolf keine Entwarnung geben. "Der Brand ist noch nicht unter Kontrolle", sagt er und weist weitere Kameraden ein. Glutherde müssen weiter erstickt werden. Da die betroffenen Häuser einzustürzen drohen, Teile herabfallen, wird auch das Technische Hilfswerk für Sicherungsarbeiten alarmiert. 25 THW-Leute sind im Einsatz, dazu kommen Streifenwagenbesatzungen der Polizei und Rettungskräfte. Der Augustinern war bereits zu Beginn des Einsatzes weiträumig abgesperrt worden. Schaulustige können so fern gehalten werden, doch in der Weberstraße wird es eng. Die Rettungskräfte haben wegen der vielen parkenden Autos Probleme, an die Unglücksstelle zu gelangen. Gestern Vormittag. Vergleichsweise ruhig ist es in der Straße, in der sich Fachwerk an Fachwerk reiht. Im Rinnstein fließt noch immer das Löschwasser, von einzelnen Schaumkronen bedeckt. Schwarz ragen die Dachsparren in den Himmel, eins der Häuser ist mit schweren Balken abgestützt worden. Noch immer sichern Feuerwehrleute die Brandstelle. Die Polizei hat die Spurensuche aufgenommen und das Bauordnungsamt des Landkreises begutachtet, welche weiteren Sicherungsmaßnahmen notwendig sind. Auch Quedlinburgs Bürgermeister Eberhard Brecht macht sich gestern früh ein Bild von der Brandkatastrophe. Er sicherte den Betroffenen die Hilfe der Stadt zu. Wie die Pressestelle mitteilte, sind alle 14 Anwohner, darunter eine Familie mit vier Kindern, bei Verwandten oder Freunden untergekommen. Die Stadt werde sich aber auch um Ersatzwohnraum bemühen, wenn es notwendig sei. Nach ersten Gesprächen fehle es aber vor allem an Mobiliar. Auch hier gebe es Hilfsangebote der Stadt.
 
 
QUEDLINBURG/MZ vom 10.05.2010.  Alle Hände voll zu tun hatte Cornelia "Nelly" Wiedenbein bei der Jahreshauptversammlung der Quedlinburger Feuerwehr - sie war für das Reichen der passenden Urkunden, Blumen oder Schulterklappen für die Ehrungen und Beförderungen zuständig. Durch den Ausfall der Rechenschaftslegung im Vorjahr musste sie diesmal gleich den Überblick über die doppelte Anzahl von Ausgezeichneten behalten, was die gute Seele der Wehr allerdings mit Bravour meisterte und sogar noch Zeit für ein Küsschen an die Geehrten hatte. Rechnet man die insgesamt 345 Einsätze um, dann wurde fast täglich die Hilfe der Feuerwehr beansprucht. "Dabei nehmen die technischen Hilfeleistungen immer mehr zu", musste Stadtwehrleiter Karl-Heinz Mausolf in seinem Bericht feststellen und nannte als Beispiel einen Giftstoffunfall im Gernröder Weg, bei dem 30 Menschen evakuiert werden mussten. Auch Bürgermeister Eberhard Brecht, dem als oberster Dienstherr traditionell die letzte Rede vorbehalten blieb, sieht die Wehr schon als "Mädchen für alles" an, die aber "großes Vertrauen der Bevölkerung genießt". Mit der Entscheidung des Stadtrates, statt in andere Maßnahmen in ein neues Tanklöschfahrzeug zu investieren, dokumentiere er die Wichtigkeit des Brandschutzes in Quedlinburg. Auf die mögliche Zwangseingemeindung sowie den Einwohnerrückgang bezogen, forderte Brecht, das "wenigere Geld der Kommunen nicht in die Verwaltung, sondern in die freiwilligen Leistungen zu stecken". Seitens der Stadt wurde im Vorjahr die Feuerwehr-Rente eingeführt, die Mitglieder der Wehr dürfen außerdem Theater, Museen, Hallenbad oder Sauna kostenfrei besuchen. "Das ist zumindest eine Anerkennung", erklärte Mausolf, "auch wenn die Rentenhöhe noch nicht unseren Erwartungen entspricht." Während die 59 Aktiven zu 60 Brandeinsätzen ausrücken mussten, wurde 64-mal technische Hilfe angefordert. Neben 33 Rettungs- sowie elf Gefahrstoffeinsätzen halfen die Quedlinburger Floriansjünger auch 24-mal den Kollegen in umliegenden Orten oder hielten 96 Brandsicherheitswachen. "Leider waren wir wegen 57 Fehlalarmen umsonst unterwegs", beschrieb Mausolf unnötige Belastungen der 59 Aktiven, darunter fünf Frauen, die über 11 600 Stunden leisteten. "Eine Schwierigkeit ist das mangelnde Verständnis der Arbeitgeber, ihre Mitarbeiter für diese wichtige Aufgabe freizustellen oder der Weggang von Jugendlichen", wiederholte er die leidige Sorge um neue Mitglieder. Diese sollte sowohl mit einem gemeinsamen "Tag des Helfers" mit Polizei, Technischem Hilfswerk (THW) sowie den Rettungsdiensten als auch mit einer Plakatwerbung begegnet werden - mit geringem Erfolg. Er lobte aber das Klinikum, welches Arbeitsplätze bereitstelle. "Zudem erschwert die Kürzung des Zuschusses aus der Feuerwehrsteuer unsere Arbeit", kannte Mausolf weitere Probleme, konnte aber auch auf Erfolge verweisen: "Die aktiven Mitglieder in den aktiven Einheiten sind alle mit digitalen Empfängern ausgerüstet. Während 32 Geräte vom Land gekommen wären, hat die Stadt nochmals die gleiche Anzahl beigesteuert. Beim ÖSA-Feuerwehr-Cup, einem Lauf über fünf Kilometer, haben wir viele Pokale einheimsen können." Für die zwei Mädchen sowie zehn Jungen in der Jugendfeuerwehr zog Julia Mente eine positive Bilanz im Jubiläumsjahr. Seit 1960, damals noch als junge Brandschutzhelfer und 1990 in die Jugendfeuerwehr umgewandelt, gibt es eine aktive Nachwuchsarbeit in Quedlinburg. "Selbst der längere Ausfall von Nelly", die weiter Regie vom Krankenbett aus geführt habe, "wirkte sich auch dank Stellvertreter David Opfermann nicht auf die Qualität der 34 Dienstnachmittage oder vielen Aktionen aus." Seit 20 Jahren besteht die Alters- und Ehrenabteilung, die kurioserweise damals wie heute 21 Mitglieder hat, darunter nur eine Frau. Im Vorjahr wurde Horst Schmidt neuer Chef der Truppe und Friedrich Bremert dessen Stellvertreter. "Unser besonderer Dank geht aber an unsere Vorgänger Alfred Gramm und Achim Pätz", machte Schmidt deutlich und überreichte Präsente. Ihre runde Zahl wollen die Senioren aber erst 2011 zusammen mit dem 135-jährigen Wehrjubiläum begehen. Doch zuvor hoffen Mausolf sowie Stellvertreter Mike Possekel, der zum Oberbrandmeister befördert wurde, schon vor Ende des Jahres das nagelneue, auf die Quedlinburger Bedingungen zugeschnittene Löschfahrzeug in Dienst stellen zu können.
 
<< Start < Zurück 1 2 Weiter > Ende >>

Seite 1 von 2
Letzte Einsätze
01.09.2010 - 11:21 Uhr
Brand von Verpackungsmaterial Kaiser-Otto-Straße
31.08.2010 - 20:19 Uhr
Reifenbrand Klopstockweg
29.08.2010 - 21:50 Uhr
BMA -Bauordnungsamt- Kleiweg
Nächste Termine
Zur Zeit sind keine Einträge vorhanden!
Zufallsbild
20-539.JPG
Wetterwarnungen
Besucherstatistik
Heute
137
Gestern
154
Monat
690
Gesamt
144229
Wer ist online
Wir haben 8 Gäste und 3 Benutzer online
  • Andi
  • SP